Tonmeister Carsten Kümmel am Lawo mc²56 bei Puccinis "La Boheme"

Seit über 10 Jahren finden jedes Jahr im Innenhof von Schloss St. Emmeran in Regensburg die Thurn-und-Taxis-Schlossfestspiele statt. Dieses Jahr kam ein mc²56 von Lawo zum Einsatz.

Tonmeister Carsten Kümmel hatte es sich zum Ziel gesetzt, Giacomo Puccinis „La Bohème“ auf der Open-Air Tribüne zum gleichen Klangerlebnis werden zu lassen, wie im Opernhaus selbst. Er entschied sich für den Einsatz eines Lawo mc²56. Um den gewünschten Höreindruck zu erzielen, wurde von unter der Tribüne platzierten Lautsprechern Hallsignale mit einem hohen Anteil an frühen Reflexionen seitlich gegen die etwa fünf Meter entfernten Gebäude abgestrahlt. Diese wiederum reflektierten die Signale diffus auf die Tribüne. Das Orchester befand sich nicht auf der Open-Air-Bühne, sondern im Ballsaal und wurde wie bei einer Aufnahme mikrofoniert. Alle Signale wurden am FOH-Platz für die Beschallung zusammengeführt.

„Wir haben bei diesem Festival schnell über 100 Inputs und vor allem mehr als 40 Busse, also brauche ich ein großformatiges Mischpult, wenn ich meine Bedürfnisse nicht herunterschrauben möchte“, erläutert Carsten Kümmel, warum die Wahl auf ein mc²56 von Lawo fiel. „Diese Anforderungen stellen nicht das geringste Problem für das mc²56 dar, während andere Pulte schon an ihre Grenzen stoßen.“

Kümmel fuhr auch eine bestimmte Panning-Technik, die auch noch den Zuhörern am Rand eine bestmögliche Stereo-Mischung bieten sollte. Für das Lawo mc²56 sprachen auch die Möglichkeit, via MADI einen Aufnahmerechner mitlaufen zu lassen, und auch die Fernbedienbarkeit per iPad.