Messebericht Prolight + Sound 2016: KS Audio

KS Audio auf der PLS 2016

KS Audio – im Bild Geschäftsführer und Chefentwickler Dieter Klein – kann sowohl ganz groß als auch ganz kompakt. Entsprechend präsentierte man auf der PLS neben dem großen, neuen Line Array U Line (siehe Testbericht in Heft 2/2016) auch das neue MICROSAT System (im Bild).

Unter den KS-Lautsprechersystemen war die SAT seit jeher eines der erfolgreichsten Beschallungssysteme. Vor mehr als 30 Jahren entwickelt, wurde das Konzept oft kopiert und stellt heute den Maßstab für Kompakt-PA-Systeme mit aktivem Mono-Subwoofer dar. Für viele Anwendungen ist die klassische SAT, die stetig effizienter geworden ist, einfach zu mächtig. Darum wurde die MICROSAT für all jene Anwender geschaffen, die den Klang einer guten HiFi-Anlage suchen, aber auch die Live-Durchsetzungsfähigkeit eines PA-Systems benötigen, für ein Publikum, das in der Regel aus ein paar hundert Personen besteht.

Die CX8-Topteile sind einzigartig in Bezug auf kleine Grundfläche kombiniert mit hervorragender Klangqualität für Beschallung von Gesang und Musik. Die Koaxial-Treiber/Horn-Kombination hat einen gleichmäßig guten Frequenzgang bei allen Winkeln bis 20kHz. Das 8″-Low-Mid-Chassis ist mit einem extrem starken Antrieb mit hoher Belastbarkeit sowie einer 3″-Schwingspule. Der 1″-HF-Treiber befindet sich koaxial hinter dem Low-Mid-Lautsprecher und strahlt durch ein maßgeschneidertes HF-Horn, das speziell von KS AUDIO entworfen und hergestellt wurde.

Der aktive Subwoofer des MICROSAT ist die CB12: ein Baßreflexgehäuse, ausgestattet mit einem 12″-Langhub-Tieftöner mit 4″-Schwingspule und 1400 Watt Belastbarkeit. Der Hochlast-Lautsprecher kann auch die niedrigsten Frequenzen verzerrungsfrei wiedergeben. Ein weiter Aktiv-Subbass CB12E kann als Erweiterungs-Subwoofer im Mono-Modus betrieben werden.

Die controllergesteuerte Verstärkereinheit mit vier PWM- und zwei AB-Verstärkerkanälen mit einer Gesamteistung von 1500W ist so in die Bassbox integriert, dass keine Bedienelemente hervorstehen und man mit reiner Konvektionskühlung ohne störende Lüfter auskommt. Der DSP-Controller kann analoge Signale bis 20dBV verarbeiten. Für das CX8 System wurden spezielle FIR-Filter für eine korrekte Phasen- und Impulsantwort-Entzerrung programmiert.

Messebericht Prolight + Sound 2016: Holoplot

Bei herkömmlichen Audio-Installationen wird die Lokalisation des Audio-Contents durch die Position der Hörer und der Lautsprecher bestimmt. Herkömmliche Audiosysteme haben immer einen Sweet-Spot, also einen beschränkten Bereich, in dem man die Audio-Inhalte mehr oder weniger ausgeglichen hören kann, insbesondere, was die korrekte räumliche Wiedergabe betrifft.

Mit HOLOPLOT stellt die Holoplot GmbH aus Potsdam ein Beschallungssystem vor, das nach dem Prinzip der Wellenfeldsynthese arbeitet und daher Audioquellen unabhängig von der Hörerposition platzieren kann. HOLOPLOT kann bis zu 16 virtuellen Audioquellen wiedergeben, die sich sowohl vor, als auch hinter der Wellenfeldgenerator-Grenzfläche befinden können.

Messebericht Prolight + Sound 2016: Holoplot
Messebericht Prolight + Sound 2016: Holoplot

Der HOLOPLOT Wellenfeld Generator kann bis zu 16 lenkbare „Wellenfront-Beams“ gleichzeitig erzeugen, die auch komplexe Geometrien des Veranstaltungsortes so „beleuchten“, dass nur das Publikum erreicht, kritische reflektierende Bereiche aber nicht angeregt werden. Jeder Patch kann individuell bezüglich Audio-Content, Lautstärke und EQ gesteuert werden.

Mit fokussierten Beams können „virtuelle Lautsprecher“ im Hörraum erzeugt werden. Ihre Lage ist frei programmierbar. Sie können auch per Drag & Drop verschoben werden. Herkömmliche Surround-Formate sind bereits im System programmiert. Keine Installation von separaten Lautsprechern ist notwendig.

Messebericht Prolight + Sound 2016: Sennheiser

Messebericht Prolight + Sound 2016: Sennheiser setzt auf die
Messebericht Prolight + Sound 2016: Sennheiser setzt auf AMBEO.

Audiospezialist Sennheiser setzt einen strategischen Fokus auf 3D Immersive Audio – das hatte das Unternehmen bereits auf der diesjährigen CES angekündigt. Diese zukunftsweisende Technologie ermöglicht die Audioaufnahme und -wiedergabe auf allerhöchstem Niveau.

„3D Audio ist die Zukunft der Audiotechnologie, die das Hörerleben für Nutzer nachhaltig verändern wird – und das in einer Vielzahl von Bereichen von Virtual-Reality-Gaming über Musikaufnahmen bis hin zu Broadcast-Anwendungen“, so die Co-CEOs Daniel Sennheiser und Dr. Andreas Sennheiser. „Wir sind seit einigen Jahren auf diesem Gebiet aktiv, zum Beispiel mit 9.1-Aufnahmen im Live- und Studiobereich und mit dem Audiodesign für bedeutende Ausstellungen. Unser Engagement werden wir nun weiter verstärken und neue Anwendungen und Produkte mit dieser außergewöhnlichen Audiotechnologie entwickeln, die es unseren Kunden ermöglichen, die Zukunft der Audiowelt zu erleben und zu gestalten.“

Sennheisers Produkte und Aktivitäten rund um 3D Audio werden den Markennamen AMBEO tragen.

Messebericht Prolight + Sound 2016: Virtual-Reality-Mikrofon

Ein weiterer Teil der 3D-Audio-Zone widmet sich einem Virtual-Reality-Mikrofon, das gemeinsam mit Produzenten von VR-Inhalten und der VR-Produktionsfirma Visualise entwickelt wurde. Das unauffällige Mikrofon nimmt Ton in vier Quadranten auf, und wird ein wichtiges Tool für VR-Produktionen werden. Der Launch des Mikrofons ist für das dritte Quartal 2016 geplant, 2017 folgt ein Bundle mit einem Software-Plug-In für die Post-Produktion von VR-Inhalten.

Messebericht Prolight + Sound 2016: Venue Modeling

Mit seiner Venue-Modeling-Software präsentiert Sennheiser ein weiteres Highlight im Bereich 3D Audio. Die Demo-Version enthält die Raumeigenschaften diverser Clubs, etwa des Mighty in San Francisco oder des Pariser Rex Club, und ermöglicht es DJs, ihre Sets so zu erleben, als wären sie in diesen Clubs.

Messebericht Prolight + Sound 2016: Microtech Gefell

Messebericht Prolight + Sound 2016: Microtech Gefell präsentiert das
Messebericht Prolight + Sound 2016: Microtech Gefell präsentiert das M320.

Mit dem Kugelmikrofon M320 ergänzt der deutsche Mikrofonspezialist Microtech-Gefell seine Kleinmikrofonserie, die bereits die Modelle M300 (Niere) und M310 (Superniere) umfasst. Das M320 ist insofern eine wichtige Ergänzung, als dass man auf die Kugelcharakteristik – bzw. die Eigenschaften eines Druckempfängers – nicht immer verzichten kann. Dies betrifft häufig die Klangqualität im Bereich tiefer Frequenzen, vor allem in Aufnahmesituationen, in denen man das Richtverhalten einer Niere oder Superniere nicht benötigt oder nicht wünscht. Zu nennen wäre da etwa die AB-Mikrofonierung in einigen Varianten.

Laut Datenblatt weist das M320 eine ähnliche leichte Präsenzanhebung auf wie die Nierenvariante M300, und dürfte sich damit in ähnlicher Weise für die Vokal- und Instrumentalabnahme eignen, speziell, wenn die Erfassung eines ausgeprägteren Raumeindrucks erwünscht ist. Der rauscharme, hoch aussteuerbarer lmpedanzwandler in Hybridtechnik und das transformatorlose Schaltungskonzept bewirken den geringen Ersatzgeräuschpegel nach DIN von nur 14dB(A).

Messebericht Prolight + Sound 2016, Seite 6: Bosch EVI Audio, Audio-Technica, Eighteensound, Faital Pro, ASC, AMFG, Riedel!