Natürlich habe ich auch meine kleine CD-Sammlung herausgeholt, und alle kritischen Stellen durchgehört. Ich glaube, dass es sich inzwischen herumgesprochen hat, was ich da u.a. höre:

  1. Sisters Of Mercy, More. Hier müssen die metallischen Schläge weder zu hart noch zu weich kommen und weiter hinten im Stück dürfen sie weder von den Stimmen und Gitarren verfremdet werden noch dürfen sie selbst Schaden anrichten.
  2. John Coltrane, Blue Train. Hier bitte ausschließlich auf die Becken des Schlagzeuges achten, wenn man sie zwischen den Instrumenten mal klar durchhören kann. Diese mit 50er-Jahre-Röhrentechnik aufgenommenen Beckenklänge müssen auch bei hoher Lautstärke weich bleiben und dürfen weder metallisch werden, noch in einen „Rauschen“-ähnlichen Klang abgleiten.
  3. Gesangsspur mit zwei recht ähnlichen Frauenstimmen. Diese Stimmen müssen individuell und unterscheidbar sein und bleiben.

Alle diese Tests werden mit immer höherem Pegel gehört. Bei voller PA-Lautstärke müssen die Hörbeispiele wirklich noch unverfälscht bleiben. Das können ausschließlich wirklich gute Wandler, egal, ob Line-Array oder 12/2-Box.

Ich habe aber noch etwas, was ich früher schon mal gemacht habe, aber zwischenzeitlich irgendwie vergessen hatte: „Rome Wasn`t Built In A Day“ der Gruppe Morcheeba. Ganz am Anfang singt die Sängerin fast alleine und es kommen gehauchte ‚H‘-Laute vor. Die sollte man sich bei ganz entspannter Lautstärke anhören und – wie soll ich sagen – verinnerlichen. Dann immer dieselbe Stelle schrittweise vielleicht 3dB lauter. Irgendwann kommt ein Punkt, wo aus den Hauchlauten ein Rauschen und Gekratze wird. Damit lässt sich einfach und innerhalb von ein, zwei Minuten die Nutzlautstärke des Systems ermitteln. Ich habe diesen Test bei praktisch unerträglicher Lautstärke abgebrochen, es hat alle so funktioniert, und die Hauchlaute waren auch bei dieser Lautstärke noch recht gut hörbar.

Somit hat die Anlage „LABLINE twoeight“ alle Kriterien erfüllt, die sie in die internationale Spitzenklasse einordnen. Nur das, nämlich der Standort auf der Stufenleiter der Systeme lässt sich mit meinen Tests ermitteln. Sie sagen verhältnismäßig wenig über den allgemeinen Klang aus, aber sie sind nachvollziehbar und alles, was ich über den von mir empfundenen Klang schreibe ist subjektiv und auch von meinem Geschmack abhängig und daher gefährlich. Rein technisch erscheint mir die erzielbare Lautstärke so hoch zu sein, dass sie sich positiv auf den Bedarf an Truckspace auswirkt.

Bitte klicken Sie auf den Link „6“ für die Zusammenfassung des Testberichts.