Über die junge Firma Westlab Audio haben wir im PROSOUND-Magazin schon berichtet, es gab kürzlich auch schon einen Test mit einem Koaxialsystem, und jetzt haben wir die Gelegenheit, über das neue, soeben fertig gestellte Westlab Audio Labline twoeight Line Array zu berichten.

Unser Testobjekt: Westlab Audio LABLINE twoeight
Westlab Audio LABLINE twoeight beim Testaufbau

Das führt dazu, mal zu überlegen, was wir hier bei PROSOUND eigentlich tun. Gemeint ist das Lamborghini-Problem.

Was ist denn das schon wieder? Ganz einfach: Wir schreiben überproportional häufig über teure Spitzenprodukte, und das Produkt für den audiotechnischen „Normalverbraucher“ kann dabei ins Hintertreffen geraten. Dieser Zustand, der für manchen Leser nicht so besonders sympathisch wirken mag, ist aber begründbar.

Der Fortschritt geht immer seinen eigenen, im Großen und Ganzen immer gleichen Weg. Es fängt damit an, dass eine Firma ein absolut innovatives Gerät vorstellt und zu Spitzenpreisen zu verkaufen sucht, weil gerade bei Pionierleistungen immer ein extremer Entwicklungsaufwand angefallen ist. Nach einigen Jahren bauen die Firmen der Mittelklasse auch so etwas, und schließlich gibt es Geräte diese Kategorie in allen Preisklassen, inklusive Billigklasse. Wir bei PROSOUND wollen aber möglichst immer am Puls der Zeit bleiben und unsere Leser über die neuesten Entwicklungen informieren. Die finden wir aber ganz überwiegend im oberen Preissegment. So also kommen überproportional Lamborghinis ins Heft und selten mal die Opels, wobei wir aber genau wissen, welche Marktbedeutung auch die gesunde Mittelklasse hat.

Zurück zu West Lab Audio: Diese Firma geht natürlich genau wie alle anderen auf den Markt, um Geld zu verdienen. Da man aber dem potentiellen Kunden gegenüber immer auch gern ein Alleinstellungsmerkmal bzw. eine Besonderheit vorweisen können möchte, war einer der Hintergedanken für die relativ lange Gründungsphase der, den erfahrenen und ideenreichen Lautsprecherentwickler Chris Speth einfach mal machen zu lassen. Ihm wurde die größtmögliche Innovationsfreiheit zugestanden, was umgekehrt eine Menge Zeit und auch Geld erfordert.

Eine solche Gründungsphase muss man als neue Firma einfach durchstehen (können), hat danach aber ein Produkt der Spitzenklasse, das man umso besser vermarkten kann. Ein Beispiel: Viele trinken gern mal ein Gläschen 10 oder mehr Jahre alten Single Malt Whisky. Als Hersteller kann man solch einen guten Whisky auch gut verkaufen, aber: Man muss erst einmal geschlagene 10 Jahre Whisky produzieren, bevor man überhaupt die erste Flasche verkaufen kann.

Es gilt also hier wie dort: Gut Ding will Weile haben!

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