Udo Lindenberg Stadion Tour 2015: Das Line-Array in der Mitte ist das von der Bühne aus gesehen erste Delay links.

Nach der erfolgreichen Udo-Lindenberg Stadion-Tour im vergangenen Jahr in Düsseldorf und Leipzig plante Udo Lindenberg auch für 2015 eine ähnliche Produktion. Neben der HDI-Arena in Hannover als Tourneeauftakt waren die Commerzbank Arena in Frankfurt und das Berliner Olympiastadion Standorte für die Udo Lindenberg Stadion Tour 2015.

Eine Besonderheit beim Tourneeauftakt der Udo Lindenberg Stadion Tour 2015 in Hannover bestand darin, dass nicht nur das reichhaltig ausgestattete Touringsystem von L’acoustics für einen guten und kraftvollen Sound genutzt wurde, sondern die Tonexperten von satis&fy auch Teile der fest installierten Stadionanlage von Kling & Freitag verwendeten. Die Gelegenheit, uns einen persönlichen Eindruck von dieser Kombination zu verschaffen und mit Arnd Wagner von satis&fy über das Beschallungskonzept der Udo-Lindenberg-Stadiontour zu sprechen, haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

Eigentlich ist es schon immer noch eine ungewöhnliche Situation, dass bei einer großen Tourneeproduktion Teile der Hausanlage einer Halle oder eines Stadions mitbenutzt werden. Gerade bei technisch sehr aufwendigen Produktionen wird ohnehin sehr viel Equipment für Ton und Licht transportiert, viel Personal eingesetzt, und auch der finanzielle Aufwand ist erheblich.

In den meisten Fällen ist der Einspareffekt durch den Einsatz fest installierter Beschallungskomponenten überschaubar, denn diese sind von ihrer Auslegung und dem zu Grunde liegenden Beschallungskonzept her nicht immer für eine Konzertproduktion konzipiert, sondern für die regelmäßig am betreffenden Standort stattfindenden lokalen Veranstaltungen.

Nun ist aber seit vielen Jahren auch in Sportstadien zu beobachten, dass dort nicht einfach nur Sportveranstaltungen veranstaltet werden, im Rahmen derer die festinstallierte Tonanlage für Durchsagen, nicht-lautstärkebetonte Hintergrundmusik und gegebenenfalls Alarmierungszwecke verwendet wird. Vielmehr hat man es in Stadien heutzutage regelmäßig mit Mischveranstaltungen zu tun, bei denen vor und nach dem eigentlichen sportlichen Event sowie in Spielpausen auch mit (Live-)Musik und Performances gearbeitet wird, deren Ansprüche an die Tonanlage denjenigen eines Pop/Rockkonzertes kaum bis gar nicht nachstehen.

Udo Lindenberg Stadion Tour 2015: Udo rockt die Bühne!
Udo Lindenberg Stadion Tour 2015: Das Konzert ist im vollen Gang

Bei der Renovierung beziehungsweise technischen Modernisierung speziell größerer Stadien kann man daher durchaus beobachten, dass hier Beschallungssysteme fest installiert werden, von denen sich manch ein Touringsystem eine Scheibe abschneiden kann. Als Beispiel wäre hier etwa das Olympiastadion in Berlin zu nennen oder auch der Signal Iduna Park in Dortmund, die beide nach ihrer Modernisierung mit hochkarätigen Line-Array-Systemen beschallt werden, die für den Zweck einer Alarmierungsbeschallung mit ausreichenden Pegelreserven ausgelegt wurden, um es einmal vorsichtig auszudrücken.

Bei den dort installierten Beschallungssystemen handelt es sich tatsächlich auch um Komponenten, die in gleicher oder sehr ähnlicher Bauweise auch im Touringbereich eingesetzt werden und sich daher hinsichtlich ihrer Pegelfestigkeit und Durchsetzungsfähigkeit mit den typischen Touringsystem nichts nehmen.

Dies gilt nun auch für die fest installierten Beschallungssysteme in der HDI-Arena in Hannover. Wir möchten an dieser Stelle einem nachfolgenden Bericht über diese Festinstallation nicht vorgreifen, aber schon so viel erwähnen, dass auch hier Line-Array-Systeme von Kling & Freitag eingesetzt werden, die Veranstaltungstechnikfirmen regelmäßig auch im Mobil- bzw. Touring-Bereich einsetzen. Dazu später mehr.

Lesen Sie auf Seite 2 alles über das Beschallungskonzept der Udo Lindenberg Stadion Tour 2015!