ADAM / NEUTRIK

Adam auf der TMT 2015
Adam: Auf dem Messestand der H.Adam GmbH, Spezial-Distributor für Verbindungstechnik, wurde das neue drahtlose Audio-Übertragungssystem Xirium X der Firma Neutrik vorgestellt. Anwesend waren v.l. n.r.: Claus Manig (Technischer Vertrieb, H.Adam GmbH), Reinhard Feix (Neutrik AG), Jürgen Bartel (Neutrik AG), Dirk Rösler (Neutrik Vertriebs GmbH).

In einem XIRIUM Netzwerk können bis zu 8 Audio-Kanäle betrieben werden. Dabei können nicht nur Empfangsstrecken sondern auch Sendestrecken aufgebaut werden. Die bidirektionale DIWA Technologie ermöglicht somit neben Signalquellen auch Signalempfänger kabellos in das Netzwerk einzubinden. Die XIRIUM Base Station 4CH besteht aus: 19” Basisstation, 2 Stabantennen, Netzgerät 12 V, Befestigungswinkel. Features: Digitale, unkomprimierte Datenübertragung, 24 bit / 48 kHz Abtastung, Klirrfaktor < 0,01% @ 1 kHz, Signalrauschabstand (Dynamik) > 105 dB @ 1 kHz, Latenz 3 msec.

Das System nutzt ein eigens für DIWA entwickeltes Sende- und Empfangsprotokoll, FEC (forward error correction) und Concealment-Algorithmen korrigieren allfällige Störungen, Antennen – Diversity, Betrieb im 5 GHz Band, keine Lizenzen erforderlich, automatisches Frequenz-Management, Memory- Funktionen, DIWA basierende Netzwerke können Audio-Signale empfangen und auch senden. Dadurch können sowohl Signalquellen (Instrumente, Mikrofone, etc.) als auch Signalempfänger (Lautsprecher, Mischpulte, etc.) in einem digitalen Funk-System verbunden werden.

MICROTECH-GEFELL

Einblick in die Forschungsarbeit der Firma Microtech Gefell
Microtech Gefell: Links oben das bekannte KM 975 mit der Deltakapsel DM 21. In der Mitte sieht man eine Projektstudie, die einen Einblick in die Forschungsarbeit der Firma Microtech Gefell bietet. Der mittlere Abschnitt dieses Mikrofons ist noch einmal vergrössert dargestellt.

 

Gemeinsam mit dem Institut für Musikinstrumentenbau Zwo- ta hat Microtech Gefell die auf dem Bild sichtbare Projektstudie unternommen haben. Dieses Zeilenmikrofon mit 12 Nierenkapseln kann als Hauptmikrofon für Orchesteraufzeichnungen und Beschallungen eingesetzt werden.

Hier ein Ausschnitt aus dem Paper:

Einsatz linienförmiger Mikrofonarrays als Hauptmikrofone bei Orchesterdarbietungen für Aufzeichnungen und Beschallungen von C. Gilbert Institut für Musikinstrumentenbau e.V., Zwota, und M. Domke, Microtech Gefell GmbH.

Anordnung der Mikrofonkapseln:

Grundlegend sind drei Anordnungen für ein lineares Mikrofonarray möglich: Äquidistant, sowie logarithmisch symmetrisch und asymmetrisch. Da der Abstand der einzelnen Wandler zu- einander und die Gesamtlänge des Arrays sich unmittelbar auf die obere und untere Grenzfrequenz der konstanten Richtcha- rakteristik auswirken wird klar, dass eine rein äquidistante Anordnung wie sie bei Lautsprecherzeilen häufig Verwendung findet keine Option ist, da zu viele Schallwandler und damit Verarbeitungskanäle notwendig sind um die Anforderungen zu erreichen. Zudem bringt diese Anordnung bei Mikrofonarrays keinen Vorteil, da die Größe der Membranfläche keine Voraussetzung für eine ausreichende Bassübertragung darstellt, wie es bei Lautsprecherzeilen der Fall ist. Logarithmisch angeordnete Arrayanordnungen haben zudem geringere Nebenkeulen, da es bei äquidistant angeordneten Arrays durch auf- einanderfolgende Schallwellen außerhalb der Hauptkeule zu gleichphasiger Frequenzüberlagerung kommt, wie VAN DER WAL [3] beschreibt.

Aufbauend auf Simulationen mittels EASE (Enhanced Acoustic Simulator for Engineers) wurden Mehrkanalaufnahmen mit geeigneten Arrays aus logarithmisch angeordneten Mikrofonen gemacht. Die Aufnahmen fanden unter Praxisbedingungen bei Hauptproben der Vogtland-Philharmonie Greiz/Reichenbach im Neuberinhaus Reichenbach statt. Der Saal hat ein Volumen von ca. 3000m3 und bis zu 650 Sitzplätze. Die Bühne ist mit Reflektoren ausgestattet.